Wichtige Orte meiner Kindheit

Geburtsort

Eppendorfer Krankenhaus

Geburtshaus

Schottmüllerstr. 40

Schule Schottmüllerstraße

Karstadt Eppendorf.

Bei Regen haben wir Straßenkinder gerne dort gespielt.

"Aale-Aale" hat häufig vor dem Eingang von Karstadt Eppendorf gesessen.

Konditorei Lindtner seit 1944
Konditorei Lindtner seit 1944

Letzte Aktualisierung:

17.02.2016

Besucherzaehler

Vergessene Berufe

Kohlenträger
Kohlenträger

Kohlenträger schien mir ein sehr attraktiver Beruf zu sein.

Wir wohnten ganz oben und die Kohlen wurden auf dem Dachboden gelagert.

Zur Übung habe ich die Sofakissen meiner Oma rumgeschleppt.

Bierkutscher
Bierkutscher

Bierkutscher zu werden schien mir auch reizvoll. Bei uns an der Ecke gab es eine Kneipe und ich konnte deren Arbeit häufig beobachten. Sie haben die Fässer von der Schulter auf eine Kokusmatte geschmissen und dann ...

Stangeneisträger
Stangeneisträger

Es gab keine Kühlschränke und keine Kühlung, stattdessen gab es Stangeneis. Auch damit wurde die besagte Kneipe beliefert.

Ascheimer
Ascheimer

Mülleimer hießen früher Ascheimer. Leider habe ich kein Foto von den Ascheimermännern, die sehr virtuos die Ascheimer am runden Aufsatz des Deckels drehend zum Abladen befördert haben.

Aale Aale
Aalverkäufer "Aale, Aale"

"Aale, Aale" hat mich als Kind stark beschäftigt. Es hieß, er sei eigentlich eine Frau.

Häufig saß er vor dem Eingang Karstadt Eppendorf, aber auch in der Hamburger Innenstadt vor Woolworth.

Heute ist die Biografie von "Aale Aale" bekannt. Er hieß Karl Wilhelm Schreiber und starb 1970.

Gemüsehöker
Gemüsehöker

Dieser Gemüsehöker hat in der Nachkriegszeit sein Angebot auf Konserven umgestellt und stößt auf großes Kundeninteresse.

Kartoffelschalensammler

Scherenschleifer

Hausierer

Laierkastenspieler

 

Seifen-Lau

Schlachterei Schulz

Milchladen

Krämer

Mode Dalchow/Hagemann

Reklamemarke
Reklamemarke

 

Die Großbäckerei Julius Busch hatte direkt nebenan, Schottmüllerstraße 38, eine Filiale. Hier haben wir unsere Rundstücke gekauft.

Paul Friedrichsen

 

Paul Friedrichsens Scherenschnitte von Elbe und Schiffahrt, von Hamburger Typen und der Küstenlandschaft, haben Freunde in aller Welt gefunden. Die altväterliche Balustrade der Lombardsbrücke mit dem im Dunst Silhouettenhaft erscheinenden Jungfernstieg im Hintergrund hat ihn einst veranlaßt, seinen schwarzen Scherenschnitten eine graue Silhouette zu hinterlegen. Dieser Manier, die einen neuen Silhouettenstil bedeutete, ist er bis vor wenigen Jahren treu geblieben. 
Paul Friedrichsen wurde am 6. Oktober 1898 in Kiel geboren, besuchte die Kunstakademie in Berlin, wo er in der Klasse von Lovis Corinth arbeitete, setzte seine Studien in Breslau fort, kam aber dann nach Hamburg. Seit einigen Jahren wohnt er in Blankenese, wo sich ihm immer wieder neue Motive für sein Schaffen bieten.


(Johs. Sass, Hamburger Abendblatt 04.10.1958)

Orig. Handschnitt  (Scherenschnitt) von Paul Friedrichsen um 1960
Orig. Handschnitt (Scherenschnitt) von Paul Friedrichsen um 1960

"An min Fähr"


Hafenarbeiter-Idylle von Paul Friedrichsen.

Bei ihm habe ich als Schüler ein Praktikum gemacht. Er hat mir die Kunst des Scherenschnitts nahegebracht.

Ein großes Erlebnis für mich.

Friedrichsen wurde damals als Künstler hochgehandelt. Seine Galerie war Commeter. Heute sind seine Arbeiten kaum noch was wert.

Diesen Handschnitt hat er mir geschenkt.

Orig. Handschnitt  (Scherenschnitt) von Paul Friedrichsen um 1960
Orig. Handschnitt (Scherenschnitt) von Paul Friedrichsen um 1960

"Springlebennig"


Eine Fischhändlerin auf der Straße habe ich nicht mehr erlebt.

Auch dieser Handschnitt war ein Geschenk.

Orig. Handschnitt  (Scherenschnitt) von Paul Friedrichsen um 1960
Orig. Handschnitt (Scherenschnitt) von Paul Friedrichsen um 1960

"Plünn und Knoken"

 

Plünnhöker waren mir vertraut. Sie sammelten auch Kartoffelschalen und Flaschen.

Orig. Handschnitt  (Scherenschnitt) von Paul Friedrichsen um 1960
Orig. Handschnitt (Scherenschnitt) von Paul Friedrichsen um 1960

"Sünd ji all dor?"

 

Kasperle-Theater war häufiges Vergnügen.